Tutorial: Dinge, die ins Wasser fallen

Der Winter bietet zwar haufenweise schöne Motive, ist aber grundsätzlich kalt und häufig nass – dann bleibe ich lieber zu Hause im Warmen. Um trotzdem nicht auf’s Fotografieren verzichten zu müssen, habe ich mich mit dem Thema Wasser auseinandergesetzt.

Benötigtes Material

Dinge, die ins Wasser fallen zu fotografieren ist nur mit geringem Materialbedarf verbunden:

Eine Kamera mit manueller Einstellmöglichkeit für Focus, Blende und Belichtungszeit und Fernauslöser (alternativ Stift und Papier), ein oder zwei externe Blitze mit Fernsteuerungsmöglichkeit (z.B. Funkauslöser oder Kabel) sowie Stative für Kamera und Blitze. Dazu kommen ein kleines Aquarium, ein Handtuch, eine Schüssel, ein langes Lineal oder eine Holzleiste, ein Kartoffelstampfer und Hintergründe.

Aufbau

Das Aquarium, dass ich mir für 10 Euro gebraucht gekauft habe, habe ich etwa zur Hälfte mit Wasser gefüllt. Die Kamera habe ich direkt vor dem Becken positioniert, den Blitz an der Seite unterhalb der Wasserlinie (siehe Bild). Als Hintergrund habe ich ein schwarzes Schneidbrett aus Plastik in das Becken gestellt. Wenn man es dahinter stellt, ist der Hintergrund zwar auch schwarz, jedoch spiegelt sich dann der Blitz am der Rückwand des Beckens.

Nun habe ich den Kartoffelstampfer dort in das Becken gestellt, wo ich später die “Dinge” ins Wasser fallen lassen wollte, die Kamera auf diesen Punkt scharf gestellt und den Autofokus ausgeschaltet. Als Kameraeinstellung habe ich bei ISO 200 eine Blende von f16 und eine Belichtungszeit von 1/20 Sekunden gewählt. Den Blitz habe ich auf 1/64 eingestellt. Um mir die Stelle, auf die ich zuvor fokussiert habe, zu merken und die “Dinge” auch wirklich genau dort ins Wasser eintauchen zu lassen, habe ich mir ein Lineal quer über das Becken gelegt und die Stelle darauf markiert.

Als letztes habe ich nur noch das Licht im Raum heruntergedreht, um störende Reflektionen auf den Scheiben des Beckens zu verhindern.

Das Bild entsteht

Das Fotografieren an sich ist nun relativ simpel – die Kunst ist nur, genau den Zeitpunkt zum Auslösen der Kamera zu finden, in dem das “Ding” ins Wasser eintaucht. Mit ein wenig Übung geht jedoch auch das so, dass man nicht allzu viel Ausschuss produziert.

Gelohnt hat sich, dass wir noch zwei “richtige” Aquarien haben und deshalb ein “Scheibenputzer” im Hause ist, mit dem ich die Scheiben von den kleinen Luftbläschen befreien konnte, die sich nach mehreren “Dingern, die ins Wasser gefallen sind” gebildet hatten. Nach einer Weile waren allerdings so viele kleine Bläschen im Wasser, dass sie schon sehr gestört haben und ich mich für einen Wasserwechsel entschieden habe – bei einem 25l-Becken, das nur zu Hälfte gefüllt ist, ist das aber auch kein Beinbruch.

Hier ein paar erste Ergebnisse (weitere findet Ihr in der Bildergalerie in der Kategorie “Verschiedenes”):

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